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Die Schrothkur – ein Weg zu mehr Leichtigkeit, Gesundheit und Wohlbefinden

Die Schrothkur – ein Weg zu mehr Leichtigkeit, Gesundheit und Wohlbefinden

Wer meint, bei einer Schrothkur nur Getreideschrot oder Körner essen zu dürfen, ist auf dem Holzweg. Die Kur wurde benannt nach ihrem Erfinder, Johann Schroth. Zum Ablauf des Naturheilverfahrens gehören warme Wickel, reizarme, basische Kost, Ruhe und Bewegung.

Wer gilt als Begründer der Schrothkur?

Johann Schroth erkannte zu Beginn des 19. Jahrhunderts, dass kranke Pferde während der Genesung die Nahrung verweigern und wenig trinken. Er übertrug seine Beobachtungen auf kranke Menschen und erkannte, dass eine Reduktion der Nahrung den Genesungsprozess beschleunigen und den Organismus stärken kann. Gleichzeitig entdeckte er nach einem Unfall im Selbstversuch die heilende Wirkung feuchtwarmer Umschläge. Die Kur setzt auf die Heilwirkung der Gegensätze

  • Ernährung und Nahrungsverzicht
  • Trinken und Nichttrinken
  • Bewegung und Ruhe
  • Wärme und Kälte
  • Licht und Luft

Was gehört zum Ablauf einer Schrothkur?

Schrothkuren dauern gewöhnlich drei bis vier Wochen. Die Grundlagen bilden die von Johann Schroth beschriebenen vier Säulen:

  1. Ernährung
  2. Packungen
  3. Trinken
  4. Ruhe und Bewegung

Die Ernährung richtet sich nach den Grundlagen des Heilfastens. Angeboten werden kalorienreduzierte Mahlzeiten mit 500 bis 700 Kilokalorien pro Tag. Zur Auswahl stehen basische Lebensmittel ohne tierische Eiweisse. Ausgeschlossen sind Fleisch, Eier, Fisch und Milchprodukte. Die Lebensmittel werden salzarm und schonend zubereitet. Gemüse und Obst werden gekocht oder gedünstet. Rohkost ist während der Diät nicht erlaubt. Auf dem Speiseplan stehen:

  • Kräutertee
  • Wasser
  • gekochtes Gemüse
  • gekochtes Obst
  • Reis
  • Graupen
  • trockene Brötchen
  • Trockenobst

Ihre Wirkung:

  • Entgiften
  • Entschlacken
  • Gewichtsabnahme

Übrigens, der Umstieg auf die Schroth’sche Diät ist nicht schwer. Nach wenigen Tagen stellt sich der Körper auf die veränderte Nahrung ein und das Hungergefühl verschwindet. Die zweite Säule: Jeder Tag während der Schrothkur beginnt mit einer Tasse Kräutertee und feuchtwarmen Wickeln. Die Patienten werden in feuchte Leinentücher eingewickelt und zugedeckt. Wärmflaschen führen zu einer schnellen Erwärmung und der Patient beginnt zu schwitzen. Durchblutung und Stoffwechsel werden angeregt, die Entschlackung und Entgiftung werden beschleunigt. Dies führt zu:

  • Entspannung
  • Stärkung der Abwehrkräfte
  • Ausscheiden von Schadstoffen

Zum Ablauf des Naturheilverfahrens gehören sogenannte Trockentage mit Trinkmengen unter einem halben Liter sowie Trinktage, an denen bis zu eineinhalb Liter Flüssigkeit aufgenommen werden. Erlaubt sind Kräutertees, Wasser, Fruchtsäfte und trockener Wein. Trockentage und Trinktage wechseln sich ab. Ziel dieser variierenden Trinkmengen ist die Anregung der Selbstheilungskräfte. Johann Schroth nahm an, dass an den Trockentagen Schadstoffe aus dem Gewebe gezogen werden, die dann während der Trinktage aus dem Körper gespült werden können. Die Folge:

  • Aktivierung der Selbstheilungskräfte
  • Ausscheiden von Schadstoffen

Zum Ablauf der Schrothkur gehören Zeiten der Ruhe und Entspannung sowie Zeiten der Bewegung. Gewöhnlich werden die Trockentage mit Ruhe und sanften Entspannungsübungen wie Qi Gong und Yoga kombiniert. Die Trockentage eignen sich ebenso für Massagen und Wellnessbehandlungen. An den Trinktagen sind Wandern, Schwimmen und moderater Sport erlaubt. Ihr Wirkung:

  • Gewichtsabnahme
  • Muskelaufbau
  • Anregung des Stoffwechsels

Woran wird die Entgiftung des Körpers während der Kur sichtbar?

Ebenso wie bei gewöhnlichen Fastenkuren nach Buchinger oder Mayr können die Patienten die Entschlackungsprozesse selbst beobachten. Die Farbe des Urins verändert sich. Umso deutlicher die Veränderungen ausfallen, umso stärker sind die reinigenden Prozesse. Auch auf der Zunge spiegeln sich die Entgiftungsvorgänge durch einen gräulichen Belag wider.

Wie wirkt das Naturheilverfahren auf die Gesundheit?

Die positive Wirkung der Fastenkuren nach Johann Schroth ist bis heute nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Dennoch berichten Patienten vom Erfolg des Naturheilverfahrens bei Krankheiten, wie:

  • Migräne
  • Burnout
  • Gicht
  • Rheuma
  • Akne
  • Schuppenflechte

Wer sollte die Diät nicht durchführen?

Mediziner raten von der Durchführung einer Schrothkur ab bei

  • Schwangerschaft
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Krebserkrankungen
  • Leberzirrhose
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen

Welche Risiken der Schrothkur sind bekannt?

Ärzte und Ernährungsexperten kritisieren die geringe Flüssigkeitszufuhr an den Trockentagen sowie die einseitige Ernährung. Bemängelt wird zudem, dass Alkohol während der Kur erlaubt ist. Die Belastung des Körpers durch den Genuss von trockenem Wein sei nach Auffassung der Mediziner zu hoch. Die deutliche Reduzierung der Kalorienmenge führt nach Meinung der Fachleute unweigerlich zu einem Jo-Jo-Effekt. Die nicht endende Kritik der Mediziner führte zur Entwicklung einer modifizierten Schrothkur. Die positiven Aspekte wurden beibehalten, kritische Punkte wurden geändert:

  • Verzicht auf Alkohol während der Kur
  • Erhöhung der täglichen Kalorienaufnahme, um einen Jo-Jo-Effekt zu verhindern
  • Ernährung mit einer ausgewogenen Mischkost
  • Erhöhung der Flüssigkeitszufuhr an Trockentagen

Hinweis: Wer abnehmen oder Erkrankungen wie Diabetes in Griff bekommen will, muss seine Ernährung dauerhaft umstellen. Eine Schrothkur ist kein Allheilmittel. Sie kann lediglich den Anstoss für eine erfolgreiche Ernährungsumstellung geben.

Welche Einrichtungen bieten das Naturheilfahren an?

Schrothkuren werden von Kureinrichtungen und Wellnesshotels angeboten. Interessenten können in der Regel Rundum-Pakete mit drei- oder vierwöchigem Kuraufenthalt buchen oder sich für kürzere Varianten entscheiden. Die Preise für Schrothkuren sind verschieden. Für jeden Geldbeutel gibt es das passende Angebot. Achtung: Die Schrothkur sollte nicht allein zu Hause durchgeführt werden. Wähle ein Angebot mit ärztlicher Betreuung und qualifizierter Begleitung.

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